Eine Einführung in die Astrologie


Synthese

Diese ganzen einzelnen Faktoren müssen nun zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden, um aus den ganzen verschiedenen "Puzzlestücken" ein vollständiges "Bild" der betreffenden Persönlichkeit zu erhalten.

Eine große Hilfe ist hier erst einmal die einfache Kombination der Schlüsselbegriffe von Planet, Zeichen und Haus für jede einzelne Konstellation. Dies ist eine zwar stark vereinfachende, aber gerade für die "persönlichen" Planeten doch sehr brauchbare Methode, um die grundlegende Bedeutung eines Planeten in seiner Zeichen- und Hausposition zu erfassen:
- So kann man als Beispiel das Horoskop von Felix Muster in der Einleitung nehmen. Die Stellung der Sonne (5) in Zwillinge (3) im 11. Haus (11) & Herrschaft über das 3. Haus (3) ergibt Festigung der Identität (5) durch soziales und intellektuelles Lernen (2x3! -Zeichen & Häuserherrschaft ergeben hier eine Doppelbetonung!) zur sozialen und intellektuellen Sicherheit (11).
- In diesem Stil kann man dann mit den anderen Planetendarstellern fortfahren.
- Geht man dann noch davon aus, dass Aspekte eine Durchdringung, bzw. eine gegenseitige Beeinflussung der beteiligten Energien bedeuten, so kann man dann die betreffenden Kombinationen noch einmal miteinander kombinieren.
- Konkretisiert man nun diese Kombinationen in ganzen Sätzen, so hat man schon einige recht brauchbare Aussagen zur Hand.

Um sich einen ersten überblick zu verschaffen, betrachtet man erst einmal die Verteilung der Planeten in den einzelnen Quadranten und den Seiten (Innen-Außen; Ich-Du), um die Grundausrichtung der Persönlichkeit zu erkennen. Als nächstes bietet sich erst einmal ein Blick auf das Element und die Qualität mit den meisten Punkten an, ebenso auf das Element und die Qualität mit den wenigsten Punkten. - Hier läßt sich oftmals bereits eine "elementare" Grundaussage über die betreffende Person machen. Die Verteilung in den Zeichen ergibt dann die grundlegende Färbung. Die Verteilung in den Häusern sagt dann, wie diese Färbung umgesetzt wird.

Als wichtigsten Faktor nimmt man in der Regel, um einen Einstieg in ein Horoskop zu bekommen, erst einmal den Aszendenten, der ja so etwas wie eine grundlegende Ausrichtung des Horoskopes bedeutet. Man untersucht seine Stellung im Tierkreis und seine Aspekte, ebenso betrachtet man den Planeten, der dem Zeichen des Aszendenten zugeordnet wird, und betrachtet dessen Zeichen und Hausposition, sowie dessen Aspekte. Er "herrscht" nämlich über den Aszendenten, d.h. er beeinflusst die grundlegende Färbung, die der Aszendent auf das übrige Horoskop ausübt! Interessant ist hier auch die Stellung des Mars als Aktivator des grundlegenden Lebensfunkens oder der Grundeinstellung zu sich selbst, welche durch den Aszendenten und das erste Haus symbolisiert wird. Ebenso von Bedeutung ist hier auch der gegenüberliegende Punkt, der Deszendent, der die Grundeinstellung zum "Du" symbolisiert, die Position des dem betreffenden Zeichen zugeordnetem Planeten und die Stellung der Venus als Aktivator dieses Punktes.

Ein ebenso wichtiger Faktor ist die Sonne, die ja den eigentlichen Lebenskern symbolisiert, schließlich ist es ja das Zentralgestirn, das mit seiner Energie alles andere zum Leben erweckt. So betrachtet man die Stellung der Sonne in den Häusern, um zu sehen, wo und warum jemand sein innerstes Wesen auslebt. Die Sonnen-Stellung in den Zeichen sagt dann eine Menge über die "Wesens-Färbung" des betreffenden Menschen aus, und die Aspekte zur Sonne lässt einen erkennen, wie der Mensch seinen Wesenskern in seine Gesamtpersönlichkeit integriert. Die Sonne gibt Auskunft über das "bewusste Ich" des Menschen. Interessant ist auch hier der Herrscher über das Sonnen-Zeichen als auch der Herrscher über das Haus der Sonne.

Als nächster wichtiger Faktor wird der Mond, der das Unbewusste und die Seele des Menschen symbolisiert, betrachtet. Hier kann man aus Zeichenstellung, Häuserposition und Aspekten sehr viel über unbewusste und emotionale Reaktionen des Menschen aussagen. Interessant sind hier auch die Herrscher von Zeichen und Haus des Mondes.

Die Stellung der "persönlichen" Planeten Merkur, Venus und Mars ergeben dann weitere, sehr interessante Aufschlüsse über die Persönlichkeit des Betroffenen. Hier kann man dann das Durchsetzungsvermögen (Mars), die Kontaktfähigkeit (Venus) und die Kommunikationsmöglichkeiten (Merkur) beschreiben. Ebenso kann man aus der Stellung von Mars & Venus innere Partnerbilder erkennen.

Als nächstes betrachtet man die "Mittler", Jupiter und Saturn, um einen Einblick in die Sozialisation zu bekommen. Hier lassen sich die Entfaltung (Jupiter) und die Eingrenzung (Saturn) der Persönlichkeit ermitteln. Anschließend untersucht man die "überpersönlichen" Planeten, um den jeweiligen Zugang zum Archetypischen (universales Gefühl = Neptun, Intuition = Uranus, Regenerationsfähigkeit = Pluto) zu ermitteln.

Die Stellung der Mondknotenachse und ihrer Aktivatoren in den Zeichen, und vor allem in den Häusern lassen Aussagen über die karmische Verwurzelung (absteigender Mondknoten & Saturn) und die karmischen Ziele (aufsteigender Mondknoten & Jupiter) zu.

Die Stellung des Medium Coeli symbolisiert die Ziele, die im Leben angestrebt werden, hier lässt sich durch dessen Stellung im Tierkreis, Aspekte zu anderen Planeten und der Stellung des dem jeweiligen Zeichen zugeordneten Planeten Aussagen über die beruflichen Ambitionen machen. Hier ist dann auch die Position des Uranus als Aktivator dieses Punktes von Bedeutung. Genau gegenüber liegt der Imum Coeli, dessen Stellung symbolisiert die seelische und familiäre Herkunft (Verwurzelung) eines Menschen. Interessant sind auch hier die Positionen des dem jeweiligen Zeichen zugeordneten Planeten und dem Aktivator Pluto.

In der abschließenden Zusammenfassung achtet man auf Auffälligkeiten wie Planeten auf Achsen (AC-DC, MC-IC & Mondknoten), die deren Wirkung stark einfärben, oder Häufungen von Planeten in einem Zeichen oder Haus, sowie auf besonders stark aspektierte Planeten oder Achsen. Dieses deutet auf wichtige "Brennpunkte" hin! Ebenso sind Planeten, die in "ihrem" Zeichen oder Haus stehen, recht bedeutsam. Wichtig sind auch auffällige Konfigurationen, wie Ballungen in einem Zeichen oder Haus. Achten muss man auch auf eine besondere Häufung von bestimmten Aspekten (starke Spannungen oder sehr viel Harmonie) oder auf besonders markante Aspektfiguren. Solche Besonderheiten können auf individuelle Schwerpunkte hinweisen.

Durch die eingehende Betrachtung der einzelnen Konstellationen und des Gesamtbildes versucht man sich ein Bild über die Gesamtaussage des jeweiligen Horoskops zu machen. Es kommt dann auch darauf an, sich intuitiv auf das Gesamtbild einzufühlen, und sich nicht allzu sehr an einzelnen Konstellationen festzubeißen. Man sollte versuchen, die wichtigsten Kernaussagen herauszufiltern und das Grundthema zu bestimmen! Man darf sich hier nicht in der Fülle des Materials verlieren... Oftmals ist es sogar der erste Eindruck, z.B. eine besonders auffällige Konstellation, der einem den Weg zum Hauptthema weist. Hat man dann den Kern, bzw. den Hauptknackpunkt gefunden, so kommt es dann darauf an, dieses mit möglichst wenigen und klaren Worten zu formulieren. Hier sind dann auch Gespräche mit dem Betroffenen, um die Art & Weise zu ermitteln, wie bestimmte Energien angewendet und transformiert werden, zwecks weiterer Präzisierung und um eventuell konkrete Hilfsvorschläge machen zu können, sehr hilfreich....

Man sollte auch nicht verzweifeln, wenn man nicht sofort einen Einstieg in ein Horoskop bekommt, oftmals erschließt es sich erst nach wiederholter Betrachtung. So ist es auch immer hilfreich, erst einmal die Faktoren zu deuten, bei denen man sich am sichersten ist. Man darf aber niemals den Fehler machen, eigene Projektionen in ein Horoskop zu deuten, man sollte immer neugierig und für alles offen an eine Deutung heran gehen! Eine sehr gute Übung ist es immer wieder zu versuchen, das eigene Horoskop so neutral wie nur irgendwie möglich zu betrachten. Man glaubt es manchmal selbst nicht, was sich einem dort noch für Möglichkeiten auftun.....




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